Bericht im Auftrag des BMBFSFJ empfiehlt den Einbezug von Lernenden und Lehrenden.

Im 85-seitigen „Bericht zur ex-ante Evaluation einer Nachfolgemaßnahme für die AlphaDekade“ geben die Autorinnen Dr. Léna Krichewsky-Wegener und Dr. Melanie Erckrath vom Institut für Innovation und Technik Handlungsempfehlungen. Sie sind das Ergebnis einer Evaluation im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Dafür analysierten die Autorinnen Dokumente und befragten internationale und nationale Experten. So fließen in die Handlungsempfehlungen neben den Erfahrungen aus der nationalen AlphaDekade auch Praxisbeispiele und Denkimpulse aus dem europäischen Ausland und dem OECD-Raum ein.

Besonders anschlussfähig an die Arbeit des Bundesverbands Alphabetisierung und Grundbildung e.V. ist die Empfehlung, die Stimme der Lernenden und Lehrenden auf allen Ebenen einzubeziehen. Hier dient Irland als Vorbild, wo Lernende in strategische Entscheidungsprozesse einbezogen würden. Damit könnten Akzeptanz und Bekanntheit der Angebote gefördert werden.

Langjährige Praxis: Der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. arbeitet am ALFA-Mobil mit Lernbotschaftern zusammen.

In diesem Zusammenhang wird berichtet, dass das ALFA-Mobil des Bundesverbands Alphabetisierung und Grundbildung e.V. als besonders wirksam eingeschätzt wird, um die Perspektive von Lernenden bei Öffentlichkeitsmaßnahmen einzubinden.

Auch das BVAG-Projekt ALFA-Media findet Erwähnung mit seinem Angebot des Werbemittel-Konfigurators, das Grundbildungsanbieter unterstütze: „Ein solches Angebot, das Synergien schafft, die Qualität der Öffentlichkeitsarbeit verbessert und Grundbildungsanbieter zugleich entlastet, sollte auch in Zukunft unterstützt und möglicherweise noch um Beratungsdienstleistungen erweitert werden.“

Um Mittel einzusparen sei vorgeschlagen worden, „die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit
von Praxisakteuren wie dem Bundesverband Alphabetisierung statt von Agenturen konzi-
pieren und umsetzen zu lassen“.

Im ALFA-Mobil-Projekt wurden bis 2024 jährlich Treffen für Lernbotschafter organisiert. Dieses Treffen 2025 konnte über Spendenmittel finanziert werden. Für 2026 gibt es bislang keine Finanzierung.

Text: Julia Werner