Reihe der Landeszentrale für politische Bildung NRW verknüpft die Themen Literalisierung und politische Bildung.

„Wie lebt man in Deutschland ohne Schriftsprache?“ Auch für diejenigen, die Antworten auf diese Frage schon lange kennen, lohnt sich ein Blick auf die Homepage der nordrhein-westfälischen Landeszentrale für politische Bildung. Der zweite Teil einer Reihe zum Thema „Literalisierung“ stellt ALFA-Mobil-Lernbotschafter Martin in den Mittelpunkt.

Mit vielen Beispielen aus Martins Biografie und Alltag werden Ursachen und Auswirkungen von geringer Literalität greifbar. Beim Lesen wird außerdem deutlich, dass es bei der Grundbildung nicht nur darum geht, die Kompetenzen Lesen und Schreiben zu lernen, sondern darum, sich als Menschen zu bilden und die Selbstwirksamkeit zu stärken: „Das Gefühl, dieser Welt nicht gewachsen zu sein, wird sich tief in Martin einbrennen. Es bestimmt, wie er sich und die Welt erlebt – auch dann noch, als er sein Lesen und Schreiben längst verbessert hat.“ Interessant ist auch Martins These, warum viele Menschen in seinem Umfeld AfD wählen.

Der Beitrag berichtet von Martins Einsatz als Lernbotschafter für das ALFA-Mobil und zitiert ihn zum Ende des Projekts mit den Worten: „Das ist richtig blöd. Für mich ist das ALFA-Mobil wichtig gewesen“. Dieser Beitrag zeigt wie all die Beiträge, die anlässlich der ALFA-Mobil-Aktionen in den vergangenen Jahren erschienen sind, einmal mehr, wie wichtig Lernbotschafter wie Martin für das ALFA-Mobil waren und für jede Auseinandersetzung mit dem Thema nach wie vor sind.

Zum Beitrag auf der Seite der Landeszentrale für politische Bildung NRW. Im ersten Teil der Reihe erschien ein Interview mit der Literalitätsforscherin Prof. Dr. Anke Grotlüschen.

Text: Julia Werner