GEW-Vorsitzende Maike Finnern spricht im didacta-Bildungspodcast.
Im Gespräch im didacta-Bildungspodcast mit Redakteurin Anna Petersen wiederholt Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Forderung, mindestens 130 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen des Bundes in Bildung zu investieren. Thematisch geht es im Podcast vorwiegend um Digitalisierung, Kitas und Schulen. Zentrale Probleme, die Maike Finnern anspricht, betreffen aber den gesamten Bildungsbereich beziehungsweise wirken sich auch auf die weiteren Bildungsbiografien Erwachsener aus: Das System sei strukturell unterfinanziert, das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern zumindest im Bereich Digitalisierung hindernd, viele unterschiedliche Zuständigkeiten führten zu Unterschieden je nach Gewichtung der Kommunen, das Schulsystem selektiere zu früh, um Chancengleichheit zu ermöglichen.
Sie verknüpft das Thema Bildung mit Grundsätzlichem: Die Frage im Bildungssystem und die Frage unserer Demokratie sei es, ob es gelinge, allen Kindern gleiche Bildungschancen zu eröffnen. Es werde viel über die Bedeutung von Bildung gesprochen, aber Priorität für Bildung fehle.
Finnern erläutert im Podcast außerdem das Neutralitätsgebot von Lehrkräften, das zwar parteipolitische Neutralität gebiete, aber eben keine Neutralität gegenüber der Verfassung.
Text: Julia Werner